Ab dem 24.11.2021 gilt in NRW die 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Was bedeutet das und wer muss welche Maßnahmen ergreifen. Aktuell gibt es zu diesem Thema viele Fragen und Unklarkeiten. Wir versuchen das Thema an dieser Stelle etwas übersichtlicher zu gestalten und haben die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Jeder Beschäftigte, der nicht im Homeoffice arbeiten kann und daher im Betrieb tätig werden soll, muss geimpft, genesen oder getestet sein, bevor er seinen Job antritt. Diese Regelung soll vorerst bis zum 19.03.2022 gelten. Was heißt das jetzt genau für Unternehmen und Arbeitnehmer? Wir versuchen die wichtigsten Fragen zu beantworten und einige Unklarheiten aufzuklären.

  • Wo gilt 3G im Betrieb?

3G gilt nicht nur im Büro sondern in auch anderen Innenräumen wie beispielsweise Lager, Kantine oder auch der Unterkunft der Arbeitnehmer.

  • Wer muss sich testen lassen?

Beschäftigte die ihren Impf- oder Genesenennachweis nicht vorlegen möchten oder können, müssen täglich ein negatives Testergebnis vorlegen um die Arbeit antreten zu können.

  • Wann muss der Test erfolgen?

Da die Testergebnisse der verschiedenen Testarten unterschiedliche Gültigkeiten haben, kann der Test in den meisten Fällen bereits am Vortag erfolgen und muss nicht zwingend genau bzw. kurz vor Arbeitsbeginn erfolgen

  • Welche Tests werden akzeptiert und wie lange sind diese gültig?

Als Testnachweis genügt ein aktueller Schnelltest (maximal 24 Stunden alt) oder ein PCR-Test (höchstens 48 Stunden alt). Ein selbst durchgeführter Schnelltest (Laientest) ist nicht ausreichend, ein durch den Arbeitgeber beaufsichtigter Test hingegen schon.

  • Wie und wo muss getestet werden?

Beschäftigte die nicht geimpft oder genesen sind, müssen täglich ein Testergebnis vorlegen.

In einer Bürgerteststelle, einem Corona-Testzentrum, ist mindestens ein Schnelltest pro Woche kostenlos. Bei ausreichender Kapazität sind auch mehrere Tests kostenlos, es kann sich somit jeder Bürger grundsätzlich jeden Tag kostenlos testen lassen.

Der Arbeitgeber muss grundsätzlich zwei Tests pro Woche anbieten bzw. zur Verfügung stellen. Er kann jedoch auch bereits bestehende Testzertifikate dritter Stellen als offiziellen Nachweis akzeptieren.

Der Arbeitgeber kann die Testung der Beschäftigten auch selbst durchführen, muss diese jedoch von einer befähigten Person beaufsichtigen und dokumentieren lassen. Ein offizielles Testzertifikat, welches der Beschäftigte zu weiterer Verwendung nutzen kann, kann ein Arbeitgeber über diesen Test jedoch nur in den seltensten Fällen ausstellen.

  • Wer ist für die Kontrolle zuständig?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz zu kontrollieren und auch zu dokumentieren (bei Geimpften und Getesteten geschieht die Kontrolle natürlich einmalig, bei Getesteten täglich). Die vom Arbeitgeber erhobenen Daten müssen nach einem halben Jahr wieder gelöscht werden.

  • Was passiert, wenn kein Nachweis über 3G vorgelegt werden kann?

Vom Arbeitgeber dürfen keine Beschäftigten in den Betrieb gelassen werden, die nicht geimpft, genesen oder getestet sind. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln drohen für beide Seiten Bußgelder bis zu 25.000 Euro.

Der Arbeitgeber muss Beschäftigten bei Nichteinhaltung der 3G-Regeln den Zutritt zum Betrieb verweigern.  In diesen Fällen drohen den Beschäftigten arbeitsrechtliche Konsequenzen wie Abmahnung oder sogar Kündigung. Mit einer Lohnfortzahlung ist in solchen Fällen auch nicht zu rechnen.

Bei weiteren Fragen zu diesem aktuellen Thema stehen wir ihnen gerne beratend zur Seite und erarbeiten gerne eine gemeinsame Lösung oder ein zu ihnen passendes Konzept.